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Kürbiskrallen-Geschichten

Nach jahrelangem tüfteln ist nun endlich Gerds Kürbiskralle fertig!
Ursula hat dazu acht Postkarten gesponsort. Darauf gibts unter anderem drei lustige Kürbisgeschichten von Ursula zu lesen. Die Kralle inkl. Postkarten können unter www.kuerbiskralle.ch bestellt werden. Die Postkarten bekommen sie hier.







Eine der Geschichten wird hier verraten...

Der Riesenkürbis Teil 1


Gerd kochte eine wunderbare Kürbissuppe.

Gerd war bekannt für seine Kürbissuppen; er machte die beste Kürbissuppe im Quartier, in der Stadt, ja vielleicht im ganzen Land. Ich selber würde behaupten: «Gerd kochte die beste Kürbissuppe der Welt.»

Das mag ihm ein bisschen zu Kopf gestiegen sein. Die wenigsten Menschen wissen mit Ruhm umzugehen. Nach einer besonders erfolgreichen Kürbissuppensaison verkündete er: «So, ich mag nicht mehr jeden Herbst die Bauern der Umgebung aufsuchen um die schönsten, gesundesten und schmackhaftesten Kürbisse auszuwählen. Ab nächstem Jahr züchte ich meine Kürbisse selber.

Er rodete seinen ganzen Garten, fällte Äpfel- und Birnenbäumchen, riss Gemüse und Blumen aus und warf alles auf den Kompost. Mitten in die aufgebrochene Erde setzte er eine kleine, zarte Kürbispflanze, die er von einer alten Hexenbäuerin bekommen hatte. Das Pflänzchen wuchs und wuchs. Bald hatte es den ganzen grossen Garten überwuchert und begann, den Wänden nach hoch zu klettern. Schnell hatte die Pflanze nach einer wunderbar riesigen gelben Blüte, die von allen bewundert wurde, eine kleine Kugel angesetzt. Auch diese Kugel wuchs und wuchs, dehnte und blähte sich und hatte bald die Grösse eines Fussballs, dann eines Gymnastikballs und dann, innert kurzer Zeit, die Grösse eines Weinfasses erreicht.

Der Riesenkürbis Teil 2


«Jetzt musst Du das Ding nehmen, Gerd», sagten seine Freunde. «Damit kannst Du schon die halbe Stadt mit Kürbissuppe ernähren.» Aber Gerd streichelte die riesige Kugel, die ihn nun schon überragte, und prahlte: «Wartet es ab, aus der ganzen Welt werden sie kommen und meinen Kürbis bestaunen. Ich werde Suppe nur noch für Könige, Präsidenten und Bundesräte kochen und mir dabei eine goldene Nase verdienen.»

Der Kürbis wuchs und wuchs und wuchs. Seltsam war nur, dass es in immer grösseren Umkreis der Pflanze kaum mehr Katzen, Hund und Vögel gab. Als auch die ersten Kinder verschwanden, behaupteten ein paar neunmalkluge, der Kürbis stecke irgendwie dahinter. Irgendwie sei das Gewächs einfach unheimlich. Als Gerd mal ein paar Tage abwesend war, trennten sie die riesige Frucht von ihrem gewaltigen Stamm und kochten daraus in einer Nacht- und Nebelaktion kübelweise Kürbissuppe, die sie anderntags an die Bewohner der Stadt und weiteren Umgebung verteilten. Seltsam verwirrt assen die Menschen. Die Suppe schmeckte köstlich und hatte einen Nebengeschmack nach zartem Fleisch.

Gerd und die Kinder aber blieben für immer verschwunden.


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